Sebastian Rudko
Statement des Künstlers
Am 2. Januar 1977 wurde ich in Zamosc geboren, im Südosten von Polen. Seit 2001 lebe ich in Krakau, wo ich an der Kunstakademie Malerei studiert habe. 2006 legte ich dort mein Examen ab.
Die Natur und die Kultur meines Landes inspirieren mich. Was ich sehe, fühle und wahrnehme, schlägt sich in meinem Werk nieder.
Es ist faszinierend, dass man für den Bruchteil einer Sekunde ein Bild sehen kann, das so tief im Unterbewusstsein verankert bleibt, dass man nicht anders kann als es zu malen. Ich beobachte häufig Phänomene wie Spiegelungen, die von Lichteffekten herrühren. Das führt zum Nachdenken über daraus resultierende Bilder. Ich benutze auch Skizzen und Fotografien, aber die Hauptquelle ist die Erinnerung an das, was mich fasziniert hat.
Meine sämtlichen Arbeiten der letzten Jahre sind Ölbilder auf Leinwand. Ich setze oft eine Pastellzeichnung, Feder- oder Bleistiftzeichnung unter die Malerei.
Es ist schwierig für mich, mir weit zurückliegende Erinnerungen aus der Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen. Ich glaube, wir erinnern uns nur an Erlebnisfragmente und neigen dazu, negative und unangenehme zu unterdrücken. Das, was ich erinnere, ist ganz lebendig und farbig zu sehen. Ich ordne jeder Situation Farbe, Struktur, Geschmack und Geruch zu. Wenn vielleicht in der Kindheit jemandem etwas Unangenehmes oder Trauriges widerfährt, flüchtet sich diese Person in andere Welten, wie die von Träumen oder der Fantasie.
Der problematischste Augenblick während meines Arbeitens ist, wenn ich mich frage, weshalb ich tue, was ich tue. Solange es aber so beglückend und faszinierend ist, bleibe ich auf diesem Weg.
Natürlich hat es mich beeinflusst, dass ich in einer Renaissancestadt aufgewachsen bin. Umgeben zu sein von vollkommener Architektur und idealer Landschaft hatte Einfluss auf meine künstlerische Entwicklung.
Das befriedigendste Erlebnis ist für mich, wenn Menschen eine andere, besondere Art zu empfinden spüren, während sie meine Malerei betrachten. Dass sie für einen Augenblick eine andere Welt sehen und eine Sehnsucht verspüren, in diese Welt zurückzukehren.